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Maibaum

Am 1. Mai war es wieder soweit. Ein neuer Maibaum wurde von mehr als 40 Helfern nur mit Muskelkraft an der Mariensäule in Scheyern aufgestellt. Dabei handelt es sich um einen nach alter Tradition naturbelassenen Baum mit einer Gesamthöhe von 29 Metern und 38 bemalten Schildern der Zünfte bzw. Unternehmen. Zu beachten ist, daß die Girlande in der richtigen Hopfen-Drehrichtung (rechtswindend) angebracht wurde, was oft nicht berücksichtigt wird. Die Spitze ziert das Doppelkreuz des Scheyrer Klosters.

Schepsen des Maibaums
Beim Schepsen

Wochen zuvor wurde der von der Gemeinde gestiftete Baum im Gemeindeforst von dem bewährten und eingespielten Team des Scheyrer Heimatkreises fachgerecht "geschlagen" und vorerst gelagert. Nur etwa 5 Tage vor dem Aufstellen wurde der Baum von seiner Rinde befreit (geschepst) und zur weiteren Bearbeitung an seinen vorläufigen Bestimmungsort gebracht.

Drei Gruppen haben dann das wertvolle Stück drei Tage und Nächte bewacht. Dabei waren Mitglieder der Vereine STS, Tennisclub, Scheyerer Bühne, Freiwilliger Feuerwehr Scheyern und des Scheyrer Heimatkreises selbst.

Während dieser Zeit wurde der Stamm sorgfältig geschliffen und mit tatkräftiger Unterstützung vom Bauhof für die Stammaufnahme am Aufstellungsort zugerichtet. Parallel dazu wurden auch die Schilder unter der fachkundigen Regie von Reinhard Stamm überarbeitet und neu bemalt. Schließlich wurde am vormittag des 1. Mai der Maibaum an seinen endgültigen Platz an der Mariensäule transportiert, wo als Abschlußarbeiten die Zunfttafeln, das Scheyrer Kreuz und der Zierschmuck angebracht wurden.

Beim Montieren
Beim Montieren

Punkt 14:00h wurde dann mit dem Aufstellen des Prachtstückes unter der bewährten Leitung von Jakob Dick begonnen. Wie es die Tradition erfordert, per Muskelkraft mittels der sogenannten Schwalben, mit denen der Baum Meter um Meter in die Höhe gebracht wurde. Bei diesem Kraftakt halfen auch wieder viele Mitglieder der anderen Scheyerer Vereine mit. Zur Sicherung kamen ein Maniscop (Teleskopstapler) von Preitsameter Bernhard und der Traktor mit Winde von Dick Jakob zum Einsatz. Begleitet wurde die gemeinschaftliche Aktion von der Scheyerer Musikkapelle und von mehr als 300 Zuschauern, die am Ende die Helfer mit kräftigem Beifall belohnten. Die Kinder der Nachbarschaftshilfe konnten im Anschluß daran vor dem gut aufgelegten Publikum ihre Darbietungen zeigen und bildeten damit nochmals einen zusätzlichen Höhepunkt.

Das Aufstellen
Das Aufstellen

Für das leibliche Wohl war sowohl für die Zuschauer, als auch für die Helfer in Form von Brezn und Getränken gesorgt. Dank einer großzügigen Spende der Raiffeisenbank konnte an das Publikum Freibier ausgegeben werden und auch das Kloster spendierte dankenswerter Weise wieder eine Brotzeit mit 2 Fässern Bier, sodaß die Helfer nach dieser schweißtreibenden Arbeit wieder zu Kräften kommen konnten.

Petrus trug an diesem Tag mit viel Sonnenschein auch seinen Teil dazu bei, wodurch der Ausklang für die Akteure im Biergarten der Osteria Sardegna stattfinden konnte.

An dieser Stelle sei allen Akteuren, Helfern und Vereinen nochmals gedankt, die mit ihrem Einsatz und ihrer Unterstützung geholfen haben, eine schöne Tradition am Leben zu erhalten. Dazu zählt auch das Engagement und der Zeitaufwand, der für Planung, Organisation und Durchführung im Hintergrund geleistet wurde. In 3 Jahren wird es voraussichtlich wieder soweit sein.

Urkunde Maibaum-Wettbewerb 2014